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Unsere tolle Irina Vardishvili, Deutschlehrerin, der Öffentlichen Schule Nr. 1 im Dorf Kwemo Kwaloni, Gemeinde Chobi, berichtet:
“Einheit erleben – Vielfalt feiern“zum Tag der Deutschen Einheit an der Öffentlichen Schule Nr. 1 in Kvemo Kvaloni, Gemeinde Chobi.
Am 3. Oktober 2025 veranstaltete die Öffentliche Schule Nr. 1 im Dorf Kvemo Kvaloni, Gemeinde Chobi, eine Feier zum Tag der Deutschen Einheit, die von der Deutschlehrerin Irina Vardishvili initiiert und geleitet wurde. Ziel der Veranstaltung war es, den Schülerinnen und Schülern die historische und gesellschaftliche Bedeutung dieses Tages näherzubringen und zugleich Interesse sowie Freude an der deutschen Sprache und Kultur zu fördern. Die Veranstaltung war damit nicht nur ein historischer Rückblick, sondern auch ein sichtbares Zeichen der engen kulturellen und bildungspolitischen Verbundenheit zwischen Georgien und Deutschland. Mit großem Engagement zeigten die Lernenden, dass die Werte Einheit, Frieden und Vielfalt auch im schulischen Alltag lebendig sind.Die Feier begann mit einer Einführung, in der Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse den historischen Kontext der deutschen Wiedervereinigung erläuterten – von der Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum 3. Oktober 1990, dem Datum der offiziellen Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland. Im Anschluss präsentierten Lernende verschiedener Jahrgangsstufen ihre selbst gestalteten Poster, Plakate, Comics und Informationswände, die unterschiedliche Aspekte deutscher Geschichte, Kultur und Städte beleuchteten. Die Arbeiten veranschaulichten eindrücklich, wie die Berliner Mauer zum Symbol für Hoffnung und Neubeginn wurde. Jede Gruppe erklärte kurz die Idee hinter ihrem Beitrag und reflektierte über die heutige Bedeutung von Freiheit, Freundschaft und Zusammenhalt.Ein besonderer Programmpunkt war ein interaktives Quiz über Deutschland, bei dem die Teilnehmenden ihr Wissen zu Geografie, Politik, Musik und bekannten Persönlichkeiten unter Beweis stellten. Ebenso beeindruckend war die Präsentation „Von der Mauer zur Einheit“: In kurzen Rollenspielen und Dialogen stellten die Schülerinnen und Schüler den emotionalen Moment der Wiedervereinigung nach. Im Mittelpunkt standen bewegende Szenen zwischen Anna und Lukas, zwei Jugendlichen aus Ost- und Westberlin, ein kurzes Theaterstück im „Mauer-Café“ sowie die szenische Nachstellung der Fernsehansage vom 9. November 1989, als ein Sprecher der DDR-Regierung die Öffnung der Grenzen verkündete. Diese Einspielungen und Szenen vermittelten anschaulich die Erfahrungen von Trennung und die Freude des Wiedersehens.Musikalische Beiträge – unter anderem „Über sieben Brücken musst du geh’n“ und „Wind of Change“ – verliehen der Veranstaltung eine feierliche und emotionale Atmosphäre. Anschließend folgte die kreative Aktion „Wörter der Einheit“: An einer symbolischen Betonmauer standen zunächst negative Begriffe wie Trennung, Angst und Verbot. Diese „Ziegel“ wurden Stein für Stein entfernt und auf der anderen, grünen „Mauerseite“ durch positive Schlagworte wie Einheit, Freundschaft, Frieden, Respekt, Hoffnung ersetzt. Diese visuelle Metapher, begleitet von spontanem Beifall, endete im gemeinsamen Ruf: „Wir sind ein Volk!“Das musikalische Programm wurde durch weitere Beiträge wie „Ein bisschen Frieden“ (Nicole) und „99 Luftballons“ (Nena) bereichert, die von einer Schülergruppe mit großem Enthusiasmus vorgetragen wurden. Zum Abschluss reflektierten die Teilnehmenden darüber, was Einheit, Freiheit und Solidarität für sie persönlich bedeuten — nicht nur im deutschen, sondern auch im georgischen Kontext. Die Veranstaltung machte deutlich, dass der Tag der Deutschen Einheit weit mehr als ein historisches Datum ist: Er steht stellvertretend für Zusammenhalt, gegenseitiges Verständnis und die Bedeutung demokratischer Werte.Dank Engagement, Teamarbeit und Begeisterung wurde der Tag der Deutschen Einheit in Kvemo Kvaloni zu einem inspirierenden Erlebnis für die gesamte Schulgemeinschaft.
